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Werden die Erfahrungen mit den Ukraine-Flüchtlingen die Schweizer Politik verändern?

Gegenwärtig erleben wir in der Schweiz eine grosse Solidarität gegenüber den Flüchtlingen aus der Ukraine. Die Unterstützung von Menschen, die sich vor einem grausamen Krieg in Sicherheit bringen, ist wenig umstritten. Doch wird die Solidarität anhalten? Oder wird sie einer stärkeren Sorge um knappe Aufnahmekapazitäten, hohe Kosten für die Sozialhilfe, stärkere Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt

Den Businesspartner heiraten?

Co-Autor Christian Thöni Unter dem Motto «Geschichte am Wendepunkt» fand das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos im Zeichen einer von multiplen Krisen—Ukraine, Klima, Inflation, Flüchtlingswellen, Hunger– geplagten Welt statt.[1] Lieferkettenprobleme, Protektionismus und Nationalismus lähmen Welthandel und Globalisierung—die neue Realität heisst Deglobalisierung.[2] Um die aktuellen Krisen zu bewältigen brauchen wir in dieser neuen – fragmentierten – Welt

Leidet unser gegenseitiges Vertrauen unter Long Covid?

Misst man die Präsenz der COVID-19 Pandemie am Anteil der Personen, welche im Alltag Masken tragen, könnte man in der Schweiz zum Schluss kommen, dass die Pandemie dem Ende zugeht, ja eigentlich schon passé ist. Dies gilt allerdings nicht für viele andere Länder — insbesondere nicht für China, wo das tägliche Leben durch staatliche Einschränkungen

Verkehrs-Pricing im Test

Stau, die negativen Auswirkungen des Klimawandels und die gesundheitlichen Auswirkungen von Verkehrsemissionen und Unfällen haben eine Gemeinsamkeit: Sie stellen externe Effekte oder externe Kosten des Verkehrs dar. Während die Verkehrsteilnehmer die privaten Kosten des Verkehrs tragen, die sich u.a. in den Preisen für Treibstoff, Fahrkarten, Fahrzeugkauf und -unterhalt niederschlagen, werden die externen Kosten von der

Zins und Einkommensungleicheit

In den letzten zehn Jahren beobachten wir in der Schweiz – genau wie in anderen entwickelten Volkswirtschaften – ein extrem niedriges nominales und reales Zinsniveau mit Werten von nahe null. Neben niedriger Inflation und expansiver Geldpolitik bietet sich unter anderem die demographische Entwicklung als mögliche Erklärung für dieses Phänomen an. Seit den 1980er Jahren nahm

Impfen? – Ich bin doch nicht blöd!

Erst die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist zweifach gegen das Corona-Virus geimpft. Dabei bräuchte es einen Anteil von mindestens drei Vierteln, um die Infektionsrate einigermassen in den Griff zu bekommen. Der Impfzug, der anfänglich flott Fahrt aufnahm und im Juni und Juli gut unterwegs war, ist inzwischen ins Stocken geraten. Der Bundesrat hat nun entschieden,

Zigarettenverkaufsverbot an Jugendliche: Nicht zu viel erwarten!

*Im Entwurf zum neuen Tabakproduktegesetz der Schweiz soll der Verkauf von Zigaretten an unter 18-Jährige national einheitlich verboten werden. Abgabeverbote an Jugendliche sind eine der zahlreichen Massnahmen zur Tabakprävention, die in der Schweiz auf allen Staatsebenen ergriffen werden. Rauchen ist in der Schweiz weiterhin stark verbreitet. So rauchen gegenwärtig etwa 27% der Schweizer Bevölkerung und

Die methodischen Tücken von betrieblichen Lohngleichheitsanalysen

Co-Autorin Rahel Felder, Seit dem 1. Juli 2020 besteht laut dem Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann die Pflicht für Arbeitgebende mit 100 und mehr Mitarbeitenden zur betriebsinternen Lohngleichheitsanalyse. Ziel ist es, den verfassungsrechtlichen Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit zu erwirken. Zur Gewährleistung der Wissenschaftlichkeit und der Rechtskonformität der

Verständnis für den Entscheid des Bundesrates zum Rahmenabkommen

Die Reaktionen auf den Entscheid des Bundesrates vom letzten Mittwoch, die Verhandlungen mit der EU zum Rahmenabkommen abzubrechen, sind bisher sehr negativ ausgefallen. Dies gilt zumindest für die Kommunikation in Tagespresse und im Fernsehen. Das Schweizer Fernsehen bewertete den Abbruch implizit als fahrlässig und rechnete vor, wie «schwerwiegend» die negativen Folgen in den einzelnen Bereichen

CO2 Gesetz – wie stichhaltig sind die Argumente dagegen?

Am 13. Juni wird in der Schweiz über die Revision des CO2-Gesetzes abgestimmt. Das Gesetz sieht vor, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 50% (gegenüber 1990) zu reduzieren. Massnahmen werden in den Bereichen Raumwärme, Verkehr und Luftverkehr ergriffen. Das Gesetz wurde im National- und Ständerat bereits mit deutlichen Mehrheiten beschlossen. Ebenso haben sich

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